Ist Instagram das neue TikTok?

Mit Beginn des Jahres 2026 beginnt ein neues Kapitel für die sozialen Medien. Meta stärkt seine Positionierung im Bereich „Unterhaltung“, um dem erheblichen Einfluss von TikTok entgegenzuwirken, das die Kommunikationsstile grundlegend verändert. Der Fokus hat sich von der bloßen „Ansprache der besten Nutzer“ hin zur Förderung eines intensiven Dialogs zwischen Verbrauchern und Produzenten verlagert. Das Ziel ist es, dauerhafte Beziehungen aufzubauen, die nicht auf auffälligen Bildern oder eingängigen Slogans basieren, sondern auf Servicequalität, die mit konkreten Werten und authentischer, direkter und persönlicher Kommunikation verbunden ist.

Um sich einen Marktanteil auf Instagram zu sichern, ist es unerlässlich, mehrere wichtige Trends zu berücksichtigen:

Die Dominanz von Kurzvideos: Instagram passt sich einer schnellen, klaren Kommunikation an, die die Neugier der Nutzer weckt. In diesem Umfeld ist eine perfekte Bearbeitung zweitrangig. Was zählt, ist die Botschaft und ein authentischer „Tonfall“, der aggressive Filter vermeidet und den modernen Vorlieben für nicht KI-generierte Inhalte entspricht.

Wertebasiertes Targeting: Eine große Zielgruppe zu erreichen hat keine Priorität mehr, wenn kein aktives Engagement vorhanden ist. In einer Zeit, in der Qualität vor Quantität steht, ist es unerlässlich, eine Zielgruppe auf der Grundlage gemeinsamer Werte aufzubauen und mithilfe von KI-Unterstützung bestimmte Communities anzusprechen, die wahrscheinlich Inhalte diskutieren und teilen. Dies erhöht sowohl die Reichweite als auch die Glaubwürdigkeit, da Algorithmen nun anhand tiefergehender Online-Interaktionen verfolgen, wie Nutzer denken und kommunizieren.

Direkte plattformübergreifende Integration (WhatsApp-Anzeigen): Die Stärkung der Verbindung zum breiteren Meta-Ökosystem, insbesondere über WhatsApp, ermöglicht einen persönlicheren Dialog. Durch diesen Ansatz wirkt die Marke eher wie eine Person als wie ein Unternehmen und wird so Teil des Alltags und der Gespräche der Nutzer. Diese Fluidität der Informationen über verschiedene Kanäle hinweg ist unerlässlich, um auch 2026 relevant zu bleiben. 

Diese drei Säulen sind miteinander verbunden; keine kann ohne die anderen effektiv funktionieren.

Vor der Umsetzung müssen Marken ihre Kernprioritäten, ihre spezifische Zielgruppe und eine strukturierte Strategie für die Profilpflege identifizieren, um sich an diese laufenden Innovationen anzupassen.

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Künstliche Intelligenz in sozialen Medien im Jahr 2026: Was gibt es Neues?